Sicherheit im Krankheitsfall
Auch im Krankheitsfall genießen Beamte besondere Vorteile. Die Bezüge werden grundsätzlich weitergezahlt. Zudem beteiligt sich der Dienstherr über die Beihilfe an den Krankheitskosten. Viele Beamte ergänzen diesen Anspruch durch eine private Krankenversicherung.
Flexible Gestaltung der Berufslaufbahn
Trotz häufig längerer Arbeitszeiten bestehen zahlreiche Möglichkeiten, Beruf und Privatleben miteinander zu vereinbaren. Dazu zählen unter anderem Teilzeitmodelle oder Sabbatical-Regelungen, die längere Auszeiten ermöglichen, ohne den Beamtenstatus zu verlieren.
Gibt es auch Nachteile?
Neben den zahlreichen Vorteilen bringt das Beamtentum auch einige Herausforderungen mit sich.
Zu den möglichen Nachteilen zählen:
- Eingeschränkte Arbeitnehmerrechte
- Kein Streikrecht
- Teilweise starre Hierarchien
- Begrenzte Wechselmöglichkeiten in andere Tätigkeitsbereiche
- Hohe Belastungen in bestimmten Berufsgruppen
- Teilweise höhere Verdienstmöglichkeiten in der Privatwirtschaft
Insbesondere in Berufen wie Polizei, Justiz oder Schule können die Anforderungen im Berufsalltag hoch sein.
Können Beamte gekündigt werden?
Ein weiterer Punkt, der häufig zu den wichtigsten Vorteilen Beamter gezählt wird, ist der besondere Kündigungsschutz. Beamte auf Lebenszeit gelten grundsätzlich als unkündbar. Eine Entfernung aus dem Dienst kommt nur bei schwerwiegenden Pflichtverletzungen oder Straftaten infrage und erfolgt im Rahmen eines Disziplinarverfahrens.
Verliert ein Beamter seinen Status, entfallen auch die Ansprüche auf Versorgung. Die zurückgelegten Dienstzeiten werden anschließend in der gesetzlichen Rentenversicherung nachversichert.
Wer den öffentlichen Dienst freiwillig verlassen möchte, kann die Entlassung aus dem Beamtenverhältnis beantragen. Unter bestimmten Voraussetzungen ist später sogar eine erneute Verbeamtung möglich.
Wie werden Sie Beamter?
Für eine Verbeamtung müssen verschiedene Voraussetzungen erfüllt sein. Dazu gehören unter anderem:
- die deutsche Staatsangehörigkeit oder die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates,
- persönliche Zuverlässigkeit,
- keine erheblichen Vorstrafen,
- geordnete wirtschaftliche Verhältnisse,
- gesundheitliche Eignung,
- gegebenenfalls die Einhaltung von Altersgrenzen.
Der Einstieg in eine Beamtenlaufbahn ist sowohl direkt nach der Ausbildung oder dem Studium als auch über einen Quereinstieg möglich.
Die verschiedenen Laufbahnen im Überblick
Einfacher Dienst
- Hauptschulabschluss
- Vorbereitungsdienst von sechs bis zwölf Monaten
- Besoldungsgruppen A2 bis A6
Mittlerer Dienst
- Realschulabschluss oder Hauptschulabschluss mit Berufsausbildung
- Vorbereitungsdienst von zwei bis zweieinhalb Jahren
- Besoldungsgruppen A5 bis A9
Gehobener Dienst
- Fachhochschulreife oder Studium
- Vorbereitungsdienst von rund drei Jahren
- Besoldungsgruppen A9 bis A13
Höherer Dienst
- Master- oder Diplomabschluss
- Vorbereitungsdienst von etwa eineinhalb bis zwei Jahren
- Besoldung abhängig von Funktion und Einsatzgebiet
Welche Versicherung ist für Beamte sinnvoll?
Zu einer umfassenden Absicherung gehört auch der passende Versicherungsschutz. Besonders wichtig ist eine Diensthaftpflichtversicherung. Denn unter bestimmten Voraussetzungen können Beamte für Schäden, die sie während ihrer dienstlichen Tätigkeit verursachen, persönlich in Anspruch genommen werden.
Die Diensthaftpflicht ergänzt die private Haftpflichtversicherung und schützt vor den finanziellen Folgen solcher Ansprüche.
Seit vielen Jahrzehnten begleitet GVV Kommunal und GVV Direkt Beschäftigte im öffentlichen Dienst mit passgenauen Versicherungslösungen. Dank der engen Verbindung zum kommunalen Bereich kennt GVV die besonderen Anforderungen von Beamten und bietet maßgeschneiderte Absicherung für verschiedene Berufsgruppen.
Übrigens: Seit mehr als 100 Jahren unterstützt GVV Kommunal Städte, Gemeinden, kommunale Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Sparkassen mit speziellen Versicherungslösungen für den kommunalen Bereich.