Weitere Sicherheit bieten helle Kleidung, Reflektoren und Sicherheitswesten – vor allem bei Regen und Dunkelheit. Auch Laufgruppen wie das Walking-Bus-Konzept stärken Sicherheit und Eigenständigkeit. Kinder gehen dabei in organisierten Gruppen zur Schule und lernen voneinander. Kommunen können solche Initiativen durch Organisation und die Einrichtung von Treffpunkten unterstützen.
Welche Verkehrserziehungsprogramme gibt es für Schulkinder?
Polizei und ADAC bieten unterschiedliche Programme zur Verkehrserziehung für Eltern und Kinder aller Altersklassen an. Jedes Jahr nehmen mehr als 180.000 Kinder daran teil.
Die polizeiliche Verkehrserziehung ist ein wichtiges Fundament für Schulanfänger: Speziell geschulte Polizistinnen/Polizisten üben mit Kindern den sicheren Schulweg. Sie zeigen ehrenamtlichen Helferinnen/Helfern, wie sie Kinder an schwierigen Stellen begleiten können. Diese Trainings sind kostenlos.
Die ADAC-Verkehrssicherheitsprogramme setzen auf praktische und altersgerechte Methoden:
- „Aufgepasst mit ADACUS“ (Kita und erste Klasse) erklärt spielerisch die wichtigsten Verkehrsregeln.
- „Achtung Auto“ (fünfte und sechste Klasse) kombiniert altersgerechte Theorie mit praktischen Versuchen. Vollbremsungen zeigen zum Beispiel, wie lang ein Anhalteweg sein kann.
- „Kind und Verkehr“ richtet sich an Eltern und bietet kostenlose Workshops an, um Kinder im Straßenverkehr besser zu unterstützen.
Wie funktionieren Schulwegdienste und welche Erfolge erzielen sie?
Schulwegdienste erhöhen die Sicherheit für Kinder auf dem Schulweg, weil viele Menschen sich ehrenamtlich engagieren. Bayern geht mit gutem Beispiel voran: Seit mehr als 60 Jahren gab es dort an von Schulweghelferinnen/Schulweghelfern gesicherten Übergängen keinen tödlichen Schulweg-Unfall.
Bundesweit helfen rund 50.000 Schulweghelferinnen/Schulweghelfer. Davon sind etwa allein 25.000 bis 30.000 freiwillige Helferinnen/Helfer in Bayern tätig. Auch Schülerlotsinnen/Schülerlotsen ab 13 Jahren sowie Busbegleitungen bieten Sicherheit auf Schulwegen. Die Polizei übernimmt die kostenlose Schulung aller Helferinnen/Helfer. Die Kommunen sorgen für Warnkleidung, Kellen und die Organisation. In Bayern sind alle Beteiligten während des Dienstes, auf dem Weg dorthin und bei Fortbildungen kostenlos über die Kommunale Unfallversicherung Bayern versichert. Viele Kommunen zahlen außerdem eine Aufwandsentschädigung von etwa acht Euro pro Stunde.