Fortbildungen in der Schulsozialarbeit vermitteln beispielsweise Methoden der Mediation, Deeskalation und Gewaltprävention für den Schulalltag. Auch Qualifikationen zur „insoweit erfahrenen Fachkraft“ nach § 8a SGB VIII sind gefragt, da Schulsozialarbeiterinnen/Schulsozialarbeiter häufig mit möglichen Kindeswohlgefährdungen konfrontiert werden.
Mit zunehmender Berufserfahrung sind weitere Spezialisierungen möglich, etwa in den Bereichen Mobbingprävention, Schulabsentismus oder Kinderschutz. Einige Fachkräfte übernehmen später Leitungs- oder Beratungsaufgaben, andere wechseln in die kommunale Jugendhilfe oder ins Bildungsmanagement. Auch ein Masterstudium kann neue Wege in Forschung, Lehre oder wissenschaftliche Weiterbildung eröffnen.
Wie sieht Schulsozialarbeit in der Praxis aus?
Fallbeispiele zur Schulsozialarbeit zeigen, wie vielfältig die Aufgaben im Berufsalltag sind. An einem Gymnasium mit rund 600 Schülerinnen/Schülern führte eine Schulsozialarbeiterin über ein Schuljahr hinweg ein Präventionsprogramm gegen Mobbing in sechs Klassen durch. Die Gruppen trafen sich jeweils zu zehn 90-minütigen Sitzungen. Eine schulinterne Befragung zeigte anschließend, dass der Anteil der von Mobbing betroffenen Jugendlichen von 28 auf 15 Prozent sank. Gleichzeitig stieg der Anteil der Schülerinnen/Schüler, die wussten, an wen sie sich bei Problemen wenden können, von 60 auf 85 Prozent.
Ein weiteres Fallbeispiel zur Schulsozialarbeit ist Schulabsentismus. An einer Gesamtschule mit rund 900 Schülerinnen/Schülern begleiten Schulsozialarbeiterinnen/Schulsozialarbeiter rund 80 Jugendliche, von denen etwa 20 erhebliche Fehlzeiten haben. Die Beispiele zeigen, wie unterschiedlich die Herausforderungen im Schulalltag sein können. Gleichzeitig wird deutlich, welchen Beitrag die Schulsozialarbeit leisten kann, um Kinder und Jugendliche zu unterstützen.